Die Historie des Anbaugebietes

Der Grund und Boden, auf dem WineOakling operiert, ist reich an historischen und künstlerischen Zeugnissen. Dank der Milde des Klimas, der Fruchtbarkeit der Böden, einer üppigen Vegetation und ergiebigen Trinkwasserquellen war das Tal der Albegna bereits seit der frühen Eisenzeit (9.-8. Jh. v. Chr.) besiedelt. Ländliche Dörfer sind in diesem Gebiet der Maremma seit der Zeit der Etrusker bezeugt und werden durch die archeologischen Funde belegt, von denen einige äußert wertvoll und von hohem historischen Wert sind: die Bleitafel mit liturgischen Inschriften, die bei landwirtschaftlichen Arbeiten in der Gegend um Santa Maria in Borraccia zu Tage gekommen ist; die zahlreichen, in den Tuff geschnittenen Nekropolen, die sich auf der gesamten Länge des Albegna-Tals finden und unter denen das „Grab mit den Chimären“ (Ende 7., Anfang 6. Jh. v. Chr.) hervorzuheben ist, das in der Località Cancellone nahe Magliano in Toscana entdeckt wurde und bis heute das einzige südetrurische Beispiel einer direkt auf dem Tuffstein ausgeführten Wandmalerei bietet; außerdem Reste von Stadtmauern, Straßen und Wohnsiedlungen (Doganella, Ghiaccio Forte, Caletra), die im Laufe der Grabungskampagnen des letzten Jahrhunderts ans Licht gekommen sind.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde das Tal der Albegna von den Römern erobert. In der Zeit der römischen Vorherrschaft entstanden in der Gegend zahlreiche villae (Höfe), die auf die landwirtschaftliche Produktion ausgerichtet waren, und neue Zentren wie Cosa, Saturnia und Statonia, während einige ältere Siedlungen durch die Gründung der Kolonien zu neuem Leben erwachten, darunter Ghiaccio Forte auf einer Anhöhe bei Pomonte und die Stadt Heba, die sich über dem ursprünglich etruskischen Ort nahe dem heutigen Magliano in Toscana erhob. Die Existenz der antiken Stadt Heba wird durch eindrucksvolle Funde wie die Tabula Hebana bezeugt, die bei Maglianos entdeckt wurde und den Text eines römischen Gesetzentwurfs zu Ehren des Germanicus trägt, und einen um das Ende des 1. Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. datierten Grenzstein aus Travertin, der in der Nähe des Klosters von Santa Maria in Borraccia zu Tage gekommen ist und die Weihinschrift „GENIO COLONIAE HEBAE“ trägt.

Die blutigen Einfälle der Ostgoten um die Mitte des 5. nachchristlichen Jahrhunderts überzogen das Land mit Gewalt und Zerstörung. Diese dunklen Jahrhunderte wurden mit dem Erscheinen der Franken beendet, die Ruhe und Ordnung wiederherstellten und das eroberte Land neu organisierten, das sie im 9. Jahrhundert als Schenkung der römischen Kirche vermachten.

Diese gab es als Lehen an die mächtigsten Feudalherren der Maremma, die Aldobrandeschi, die auf diesen Besitztümern ihre Grafschaft gründeten. Um das Jahr 1000 herum wurden auf Wunsch der Grafen Aldobrandeschi zahlreiche befestigte Zentren (castra) errichtet, darunter die Burg von Magliano, und die Festungen von Pereta und Scansano. Diese Orte entwickelten sich im Zuge des 11. und 12. Jahrhunderts zu bewohnten Dörfern mit bescheidenen ländlichen Gebäuden, Werkstätten, Lagern und schlichten Kirchenbauten wie San Martino, San Giovanni Battista und SS. Annunziata in Magliano und die Abtei San Bruzio (11. Jh.), deren Ruine in der maglianesischen Campagna ein pittoreskes Motiv bietet.

Unter dem Druck der aufstrebenden Republik Siena, die auf der Suche nach neuen Handelsrouten nach einer Ausdehnung ihres Staatsgebiets trachtete, fielen die Festungen und Orte der Grafschaft Aldobrandeschi eine nach der anderen im Verlauf des 4. und 5. Jahrhunderts Siena zu. Die Republik zwang den eroberten Städten ihre Kultur, Gesetze und Bräuche auf und gab damit zugleich Anstoß zu einem bis dahin unbekannten ökonomischen und sozialen Wohlstand, der das gesamte Gebiet erfasste. Die Republik beschränkte sich nicht nur darauf, die Verteidigungsanlagen der eingenommenen Ortschaften zu erneuern und verstärken, wovon der imposante Mauerring samt Schutzwall zeugt, der noch heute den Ortskern von Magliano umgibt, und das eindrucksvolle Eingangsportal von Pereta, sondern war auch bemüht, diese Orte mit neuen Gebäuden, Straßen und Plätzen zu verschönern, wozu sie Künstler und Maler dorthin entsandten.

Aus der Zeit der sienesischen Vorherrschaft bewahrt Magliano herrliche Palastbauten - den Palazzo del Capitano, den Priorenpalast und den Palazzo di Checco il Bello -, die bemerkenswerten Fresken der Kirchen San Martino und San Giovanni Battista und die bedeutende Tafel mit der „Stillenden Madonna“ (Ende 15. Jh), die Neroccio dè Landi zugeschrieben wird und die Kirche SS. Annunziata ziert. Nach dem Fall der Republik Siena (Mitte 16. Jh.) waren die Geschicke und die historische Entwicklung dieses Landstrichs mit dem Großherzogtum der Medici verknüpft.